Geschichte von Rotterdam
Um 1260 wurde ein Damm im Fluss Rotte errichtet, von dem Rotterdam seinen Namen ableitet. Um diesen Damm herum entstand eine Siedlung, in der die Menschen hauptsächlich vom Fischfang lebten. Bald wurde sie auch zu einem Handelsplatz und einem der ersten Häfen. Die Geschichte von Rotterdam Im Jahr 1340 verlieh Graf Willem IV. von Holland Rotterdam die Stadtrechte. Danach, um 1360, wurde mit dem Bau der Stadtmauern und Stadtgräben begonnen.
Rotterdam wurde zu einem wichtigen Handelszentrum für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Wolle. Der weltberühmte Gelehrte Desiderius Erasmus wurde 1467 oder 1469 in Rotterdam geboren und verbrachte seine ersten Lebensjahre in der Stadt, wo sein Name häufig zu finden ist. Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert expandierte Rotterdam weiter und konkurrierte mit Städten wie Delft. Der Alte Hafen aus dem sechzehnten Jahrhundert ist ein greifbares Zeichen für dieses Wachstum.
Außerdem wurden zahlreiche neue Gebäude errichtet und die Laurenskerk erweitert. Während des Aufstands legte Johan Oldebarnevelt den Grundstein für den Ausbau des Hafens, der wiederum den Grundstein für die wichtige Rolle legte, die die Stadt später im Seehandel spielen sollte. Erst 1825 dehnte sich die Stadt über ihre Stadtmauern und Gräben hinaus aus. Der mehr oder weniger dreieckige Raum zwischen Coolsingel, Goudsesingel und der Nieuwe Maas war nicht mehr als 140 Hektar groß; die Stadt war also überfüllt.
Laurenskerk
Erst nach dem Bau der Neuen Wasserstraße im Jahr 1872 dehnte sich die Stadt über die Stadtgrenzen hinaus aus. Als Tor zu Europa profitierte Rotterdam von der boomenden deutschen Wirtschaft, dem industriellen Herzen Europas. Die neuen Häfen brachten viele Arbeitsplätze, und Zehntausende von Menschen zogen aus Brabant und Zeeland (beides Provinzen im südlichen Teil der Niederlande) nach Rotterdam, um dort billige Arbeitskräfte zu finden.
Es entstanden neue Stadtteile, und die Stadt wuchs auch durch die Eingliederung von Nachbargemeinden, wie Delfshaven Overschie. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Großteil von Rotterdam durch die umfangreichen Bombenangriffe im Mai 1940 zerstört. Obwohl dies ein schwerer Schlag für die Stadt war, begannen die Einwohner sofort mit dem Wiederaufbau. Und das taten sie recht erfolgreich.
Rotterdam wurde der größte Hafen der Welt. Die ausgedehnten neuen Wohnviertel und das moderne U-Bahn-System sind ein Symbol für die Dynamik Rotterdams. Ab den 1970er Jahren verwandelten neue Einwandererströme aus aller Welt Rotterdam in eine multikulturelle Stadt, was zu erheblichen Spannungen führte. Im Jahr 2001 beendete die Wahl der rechtsgerichteten Partei "Lebenswertes Rotterdam" des Politikers Pim Fortuyn die jahrzehntelange sozialdemokratische Dominanz in der Stadt.
Die Maas ist ein wesentlicher Bestandteil von Rotterdam. Der Fluss spielt eine wichtige Rolle für Rotterdam als Welthafen und als Tor zu Europa. Er bildet auch die Trennlinie zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil von Rotterdam. Die Erasmusbrücke verbindet diese beiden Teile der Stadt und sorgt für ihren Zusammenhalt.
In den letzten Jahren hat sich in Rotterdam viel verändert. Die Skyline wurde um mehrere neue architektonische Ikonen erweitert, wie die Markthal, den Gebäudekomplex De Rotterdam und den auffälligen neuen Hauptbahnhof. Inmitten dieser beeindruckenden Hochhäuser sorgen bahnbrechende und kreative Unternehmer dafür, dass die Stadt auch ein spannendes kulturelles Leben hat.
Rotterdam hat sich zu einer dynamischen Stadt mit markanter Nachkriegsarchitektur entwickelt. Die Stadt hat heute mehr als 680.000 Einwohner (1. Januar 2025) - aus 170 Ländern - die die Liebe zu dieser Stadt teilen.