Rotterdam: Stadt der Architektur

Als die architektonisch beste Stadt der Niederlande hat Rotterdam den Touristen viel zu bieten. Das liegt vor allem an der Vielfalt der Baustile renommierter Architekten und an den neuen Gebäuden, die immer wieder entstehen. Als Folge der Bombardierung gibt es im Zentrum von Rotterdam nur wenige historische Gebäude. Dennoch gibt es einige davon zu entdecken.

So wurde die Laurenskerk trotz erheblicher Schäden nach dem Krieg wieder aufgebaut. Auch das Schielandshuis blieb verschont und steht nun zwischen Wolkenkratzern hinter dem Coolsingel. Bewundernswert ist auch der erste Wolkenkratzer Europas, das 1898 errichtete 45 Meter hohe Witte Huis am Alten Hafen. Gebäude wie die Van-Nelle-Fabrik, das Huis Sonneveld und die Kiefhoek sind Beispiele für innovative Architektur aus der Vorkriegszeit.

Oude Haven und das Witte Huis in Rotterdam

Nach dem Krieg erlangten der Wederopbouwplan von Van Traa, das Groot Handelsgebouw von Maaskant und die Lijnbaan von Van Den Broek und Bakema internationale Aufmerksamkeit. Hinzu kommen die Kubuswoningen (Kubushäuser) aus den 1980er Jahren und die Kunsthal aus den 1990er Jahren.

Seit den neunziger Jahren wurden die alten Hafengebiete mit Mut und Bravour in neue Lebens- und Arbeitswelten verwandelt. Die 1996 eröffnete Erasmusbrücke ist ein Symbol für diese Dynamik. Das ehemalige Hafengebiet, der Kop van Zuid, wurde Teil des Stadtzentrums.

Kop van Zuid Rotterdam

Zu den jüngsten erfolgreichen Projekten gehören der neue Hauptbahnhof, die Markthal, das Timmerhuis und De Rotterdam, die letzten beiden Projekte wurden von dem berühmten Rotterdamer Architekten Rem Koolhaas entworfen.